Haben junge Männer aus Deutschland – Angst im Ausland zu arbeiten?
Hannover (ots) - Zumindest bei den Animateuren scheint es nun
erwiesen zu sein, das eher Frauen im Alter von 18-34 Jahren den
Schritt in die weltweiten Ferienclubs wagen, teilt nun das
Berufsportal www.animateure.de mit.
"Unter unseren 40.000 Mitgliedern sind 85% Frauen und nur 15%
Männer registriert" erläutert Michaela Münzing von animateur.de. Die
meisten kommen aus Berlin, Hamburg und München. An Platz vier steht
dabei immerhin Wien vor Zürich. "Männer haben vielleicht größere
Probleme den Freundeskreis, den Job und die Wohnungen hinter sich zu
lassen" erklärt Münzing. Ob dies auch auf Bequemlichkeit und
mangelnde Flexibilität zurück zu führen ist kann Münzing nicht
bestätigen.
"Wenn wir heute unsere Bewerbercamps starten, sitzen dabei von 20
Teilnehmern höchstens 2-3 Männer" erläutert Münzing.
Reiseveranstalter wie 1-2-FLY, alltours Flugreisen und Ruf
Jugendreisen haben noch mehr als 800 Jobs zu besetzen. "Wir würden
uns freuen wenn sich verstärkt junge Männer bewerben" ergänzt Marion
Glasmeyer von 1-2-FLY.
Anders ist das in den südlichen Ländern. Hier sind es überwiegend
Männer, die in den Urlaubsressorts für gute Laune sorgen. "Frauen
sehen in der Auslandstätigkeit eine größere Chance auf
Weiterentwicklung und gleichzeitig sinnvolles Überbrücken von evtl.
Wartezeiten auf Ausbildungsplätze und Studiengänge" erzählt Münzing
In der Rolle der "Herzensbrecher" sollen Männer immer noch führend
sein. Wenn es mal zum besonders intensiven Gästekontakt kommt, sind
die weiblichen Animateure doch eher zurück haltend, ergab eine
Umfrage vom Berufsportal im letzten Jahr. "Allerdings ist das
allgemeine Image der Animateure, Weltmeister in Dauerflirten zu sein,
nicht mehr zu treffend. Das anbandeln mit einem Gast kann bei vielen
Clubanbietern zur Kündigung führen. Und wie man ja weiß soll es so
was auch in Teppichläden und Besenkammern dieser Welt geben" fügt
Münzing schmunzelnd hin zu.








